„Kein Wind“, stellte er nachdenklich fest und kraulte sich den, mehr grau als dunkelbraunen, Vollbart. „Was heißt das?“, hakte ich nach. „Es ist so eine Sache mit dem Wetter in Ranor. Wahrscheinlich hast du es schon bemerkt. Wir haben kaum Wetter und wenn wir Wetter haben, spielt es verrückt.“
Giovanni machte eine Pause, schüttelte den Kopf und fuhr sich mit der flachen Hand über die Glatze. „Ich weiß nicht, wie das Wetter in Ranor entsteht, aber es bedeutet immer etwas, wenn sich die Bedingungen ändern. Manche halten mich deshalb für verrückt, aber ich bin fest überzeugt: es ist Ranor selbst, wie ein lebender Organismus, der atmet. Meist ist es nämlich nicht ganz windstill, sondern es gibt einen sanften Luftzug, der kaum die Blätter bewegt. Anders als jetzt. Es scheint so, als würde Ranor die Luft anhalten.“ Er blies wieder Pfeifenrauch aus, der in der Luft stehen blieb.
~ Giovanni kannte schon den Urgroßvater des jetzigen Königs persönlich. Er ist ein frohmütiger, ruhiger Geselle mit dem Kopf voller Geschichten.
Komm nach Ranor und tauche mit ihm ein in die Faszination dieser Welt.

Hinterlasse einen Kommentar