Beiträge über Ranor und das Autorenleben
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Inspiration
Videos, Musik, Gespräche, Arbeit, Social Media – den ganzen Tag ballern wir uns mit Eindrücken zu. Reißen unsere Gedanken in unterschiedlichste Richtungen und lähmen unser kreatives Gehirn mit Störsignalen und Dauerrauschen.
Wir nehmen uns die wenige Zeit am Tag, in der wir unseren Geist entspannen könnten, selbst weg.
Dabei entsteht echte Kreativität nur, wenn die Gedanken frei, ungelenkt und ungehindert fließen können.
Konkret bei mir, kommen die Gedanken in Bewegung eher in Bewegung. Beim Spazieren, Duschen, Toilettegehen, Bügeln, Schwimmen, …
Vielleicht kennt ihr das auch: Ob Arbeit oder Kreatives. Oft sitze ich mit verbrauchtem Kopf, angestrengt grübelnd davor, bis mich die Blase zur Toilette ruft und mir das Offensichtliche dort, wie Schuppen von den Augen fällt.
Was sind für euch Orte oder Tätigkeiten, bei denen ihr das aktive Gedankengewitter abschalten könnt? -

Rauschende Feste
Heitere Klänge auf Akustikgitarre bis Violine, ein flotter Rhythmus lockt zum Tanz und ein kühles Helles wird schwungvoll gegen ein zweites gehoben.
Grundsätzlich rauschen die Ranori ständig von einem zum nächsten Fest – kein Wunder, wenn man mit allen Kulturen mitfeiern möchte.
Ausgeschenkt wird vor allem Bier. Aufgrund des kühlen Klimas wächst in Ranor nämlich kein Wein aus Trauben. Dazu kommen jedoch andere Fruchtweine und Gebranntes.
Bei all den flüssigen Feiern kommt es hin und wieder vor, dass jemand zu tief in den Becher blickt. Besonders weil manche Wesen nicht merken, wie viel sie schon getrunken haben. Die Konsequenzen können gravierend sein. Hoffen wir, sie bleiben gering!
Für mich ließe es sich mit dieser Getränkeauswahl gut aushalten. Ich bin auf der bierigen Seite des Lebens verwurzelt. Welchen Trunk lässt du dir auf Feiern gerne schmecken?
Traust du dich, Säfte aus Früchten zu verkosten, die es in unserer Welt gar nicht gibt?
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Namensgebung
Sekjan, Sawer, Efina ~ habt ihr euch darüber Gedanken gemacht, wie sich eure Charakternamen im Englischen anhören, für den Fall, dass euer Buch einmal in andere Sprachen übersetzt wird?
Grundsätzlich will man als Autor die Lesbarkeit verbessern, um das Lesevergnügen zu erhöhen. Doch wenn wir hier den Rotstift ansetzen, machen wir dann noch Halt vor eigener Meinung und persönlichem Ausdruck? Oder wollen wir jedes aufstehende Härchen glätten, nur damit der Leser nicht zum Energieaufwand angehalten ist?
Ich sage: Bleib dir treu. Und Sectschän, Sähnwör und Affina auch
(so wäre die englische Aussprache 😉).
~ konkret zu Ranor:
Namensgebung hängt in Ranor stark an Tradition. Während das eine Volk meist seine sterblichen Namen behält, gibt sich das andere Volk gerne Namen der toten/historischen Ranori-Sprache Tanula.
Was ist eure Meinung dazu: Geben unkonventionelle Namen den Personen zusätzlich Charakter oder stören sie den Lesefluss?
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TAUSEND DANK für die Bildspende „Still need you“ an Wolfgang Abfalter!!
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Mutter, Vater, Kind?
Es gibt nur sehr wenige Kinder in Ranor. Einer der Gründe dafür ist, dass es keine Kinder braucht, um die Bevölkerungszahl aufrecht zu erhalten.
Ihre Familie wählen sich die Ranori aus ihren Freunden. Bande, die meist ein Leben lang halten.
Romantische Beziehungen sind, unserem Zeitgeist entsprechend, häufig kurzweilig. Vielfältig jedoch, waren sie schon immer.
Im Endeffekt, weil das Leben in Ranor zu lang ist, um nicht zu tun, was man will und der zu sein, der man sein will.
Ist ewiges Leben eine Quelle ungeahnter Möglichkeiten oder erlangt unser Leben erst Würze dadurch, dass es endlich ist?
Würdest du dich für ein Leben entscheiden, das nahezu unendlich dauert? Welche Lebenswege würdest du einschlagen wollen?
„Wir sehen uns wieder.“ -

Metzger
Mit dem Cursor zeichne ich die Stelle bedächtig an, mit dem Enter hacke ich sie durch, drehe sie über die STRG-Befehle durch den Fleischwolf und bringe sie fingerfertig in eine neue Form. Mit sanftem Druck auf Entf schmeiße ich wohlüberlegt, jedoch schwermütig Reste für immer auf den Müll. Mögen sich die binären Krähen an ihnen laben.
Ich bin ein Metzger. Meine Hände voll vom Blut meiner Geschichte. Komplett zerstückelt und zerpflückt habe ich sie. Wie Frankensteins Monster neu zusammengesetzt und mit fremden Verbindungsteilen aneinandergeheftet.
Stell dir vor, manche Teile bleiben übrig.
Aufheben in einem „Messie-Dokument“ mit dem Gedanken, man könnte sie vielleicht irgendwann noch brauchen oder weg damit?
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Ohne Strom
Die Welt fällt in ein Blackout – – – ein Katastrophenszenario, vor dem sich viele fürchten. Experten sprechen von Wochen. Was, wenn es für immer dunkel bleibt?
Kein elektrisches Licht, kein Smartphone, kein Kühlschrank.
Ranor ist das Heute ohne Strom. Ein Szenario, in dem es nicht möglich war, flächendeckend zu elektrifizieren.
Wie hätte sich unsere Welt entwickelt? Wie hat sich Ranor entwickelt?
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